KM 5353 – Marokkos Küste – Akhfennir / Dakhla

Eingetragen bei: Rallye-Tagebuch 03/2018 | 4

Für die letzte Nacht entschlossen wir uns, nicht mehr weiter nach Laayoune zum Beduinen-Camping zu fahren. Die Strecke bis dahin im Dunkeln durchzupreschen um nur noch spät Abends die Zelte aufzuschlagen und vermutlich nichts mehr vom Kamelgoulasch zu bekommen, schien uns wenig sinnvoll. Stattdessen nahmen wir uns kurzerhand ein Hotel an der Straße und starteten früh, um von der Küstenlandschaft etwas zu sehen.

Die Entscheidung war goldrichtig. Am Teufelsloch und am Lac de Naïla, dem größten Naturschutzgebiet der marokkanischen Atlantikküste, machten wir kurz halt. Andi und Johannes testeten ihren Allrader schonmal auf diversen Dünen und einem Salzsee. Vorbei an Laayoune führten uns die meist schnurgeraden Straßen in das Gebiet der Westsahara, eine Konfliktzone, in welcher wir noch mehr Polizeikontrollen und Gendarmerie begegnen. Bei diesen Stops achten wir peinlich genau darauf, am Stopschild stehenzubleiben und auf das Handzeichen des Kontrolleus zu warten, dass wir weiter fahren sollen. Wer hier ein Amt innehat will wohl respektiert werden. Auch unsere vorher ausgedruckten Teamauskünfte werden wir bei etlichen Kontrollen los; der sog. „Fiche“, auf dem die Personaldaten der Fahrzeuginsassen vermerkt sind. Das erspart wohl einiges an Zeit im marokkanischen Bürokratiewahn. Hin und wieder fragt uns auch ein Offizieller nach „Geschenken“, wie T-Shirts, Mützen, Kugelschreibern und Sonnenbrillen. Natürlich unter vorgehaltener Hand.

Vorbei an Kamelherden und kargen Landstrichen sehen wir nun auch schon die ersten Sanddünen, die die Straße „auffressen“. Hier und da sind Schaufelbagger dabei, den Sand wieder zurück zu schieben.

Einen längeren Stop legen wir nahe Boujdour ein und schauen uns bei einem Spaziergang die gestrandeten Schiffswracks aus der Nähe an.

Die Zeit vergeht leider wie im Flug. Wir düsen weiter und kommen endlich nach ca. 730 Tageskilometern und über 12 stündiger Fahrt in Dakhla auf dem Campingplatz an. Nach dem wohlverdienten Feierabendbier stellen wir die Zelte auf, plauschem noch mit anderen Rallyeteams über das Erlebte, kochen uns ein paar Spaghetti und fallen schließlich todmüde in die Schlafsäcke. Morgen ist zum Glück unser erster Ruhetag.

4 Responses

  1. Lars Ehrhardt

    Tolle Bilder und Berichte. Danke fürs teilen Eurer Erfahrungen!!! 😀

  2. Dani

    Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen… HAMMER! Das Wrack ist ja krass. Und diese Löcher da im Boden!

    UND DANKE FÜR EUER GEBURTSTAGS-GIF! Ich hab mich scheckig gefreut! Ihr seid die besten!